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„Resilienz – Gedeihen trotz widriger Umstände“

Am 06.06.2011 fand in dem dem Varkausring 108 in Pirna gelegenen Mehrzweckraum des Vereins die diesjährige Fachkonferenz der Heilpädagogischen Kindertagesstätten „Regenbogenhaus“ und „Glückskäfer“ statt. Thema war: „Resilienz –Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern“.

Die Resilienzforschung ist noch sehr jung (10 – 15 Jahre). Die Erkenntnisse daraus können für  Menschen mit widrigen Lebensumständen einen wichtige Unterstützung sein. In unserem Alltag begegnen uns immer wieder Kinder (aber auch Erwachsene), die mehreren Riskofaktoren in ihrem Leben ausgesetzt sind, welche die nächsten Entwicklungsaufgaben gefährden. (z.B. wer Hunger hat, kann sich schwer aufs Lernen konzentrieren).  Die Forschung untersucht, inwieweit Schutzfaktoren hilfreich sind, dass der Mensch trotz widriger Umstände zu einem gelungen Leben findet.

Eingeleitet wurde die Fachkonferenz mit dem Lied „Ich schaff das schon“ von Rolf Zuckowski. Wer daran glauben kann, auch in widrigen Zeiten das Leben bewältigen zu können, wer um Hilfe bitten kann, wenn es nötig ist, der hat gute Chancen resilient zu sein.

In der Fachkonferenz wurde die Kauai-Studie vorgestellt, in der knapp 700 Menschen über 40 Jahre hinweg untersucht wurden. Ca. 200 Kinder waren mindestens 4 Risikofaktoren ausgesetzt. Erstaunlicherweise haben sich davon 1/3 altersgerecht entwickelt und in der Folge ein gelungenes Leben geführt, waren gesünder, lebten in stabilen Beziehungen und hatten Arbeit. Forschungsgestand ist jetzt, was hat dazu geführt und können diese Faktoren vielleicht auch andere Menschen unterstützen. Nach der Vorstellung der Risikofaktoren, gab es Beispiele aus der Praxis und die Vorstellung des Schutzfaktorenkonzeptes. Der Fokus lag hierbei auf dem Einfluss in Kindertagesstätten. Wenn Kinder sich in der Kita z.B. als Selbstwirksam erleben, wenn sie die Erfahrung machen, Einfluss zu haben, Dinge bewegen können, haben sie auch in schwierigen Lebensumständen eher die Kraft und vor allem den Glauben selbst Einfluss nehmen zu können. Menschen erleben dieselben Ereignisse (eine Naturkatastrophe, die Scheidung der Eltern…)  sehr unterschiedlich.  Es spielen persönliche Faktoren eine Rolle, vor allem aber sind die Kompetenzen entscheidend, die der Mensch im Laufe seines Lebens erworben hat und auch die Unterstützung, die er in wohlwollenden Beziehungen erlebt hat. Aus dieser Erkenntnis folgt der Schluss, dass Kindertagestätten sehr wohl Einfluss darauf haben, ob Kinder Selbstwertgefühl entwickeln, sich als Selbstwirksam erleben, ob sie sich gehört fühlen, ob sie außerhalb des familiären Umfeldes vertrauensvolle Beziehungen aufbauen können… An dieser Stelle wurden einige Möglichkeiten des Einflusses in der Praxis angesprochen, z.B. das „Ich bin Ich“-Programm oder Selbstwirksamkeitserfahrungen in Geschichten und Märchen (z.B. Hänsel und Gretel). Abschließend wurden Ergebnisse aus resilienzfördernden Projekten in Kitas vorgestellt. An dieser Stelle soll es im nächsten Jahr mit Erfahrungen aus der Praxis weitergehen.

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